Bonding

Interpersonelle Bonding-Psychotherapie nach Dan Casriel
Diese sehr provokative Körperpsychotherapiemethode befolgt die Devise “der Mensch ist des Menschen Medizin”. Sie wurde in den frühen siebziger Jahren von dem amerikanischen Psychiater und Psychoanalytiker Daniel Casriel entwickelt. Casriel hat erkannt, daß das Bedürfnis nach Bindung, Nähe und Zugehörigkeit nicht nur als Kleinkind besteht, sondern ein lebenslang fortbestehendes Grundbedürfnis des Menschen ist. Dieses Grundbedürfnis bezeichnet er als Bonding. In diesen „Bondinggruppen” werden dann unsere Basisemotionen –Angst, Wut, Schmerz, Freude und Liebe mit Hilfe des Schreies ausgedrückt und die Fähigkeit eine vertrauensvolle Nähe zueinander zu entwickeln wieder erneut eingeübt. Diese Art von Erfahrungstherapie bzw. erlebnisaktivierender Behandlungsmethode hat stark emotionalen Charakter mit entsprechend tiefer Wirkung auf bislang unterdrückte Anteile von uns. Sie wirkt sich vor allem hilfreich bei Klienten mit Beziehungsstörungen aus, aber auch bei eingeschränkter Bindungsfähigkeit aufgrund sozialer Isolierung oder einem unkontrollierten Bedürfnis nach Bindung (“Beziehung um jeden Preis”).

Die Gruppe besteht aus ca. 15 Mitgliedern, findet wöchentlich (außer in Schulferien) abends für 3 Stunden statt. Zusätzlich wird zweimal im Jahr ein Wochenendworkshop durchgeführt.