Sexsucht

Je mehr Sex, desto besser

dieses Bild vermitteln Medien, Werbung und Erotik-Industrie.

Doch für viele Menschen ist das ein ernstes Problem. Nach seriösen Schätzungen leben in Deutschland eine halbe Million Sexsüchtige.

Vor allem Männer werden von Kick zu Kick getrieben, rastlos, wahllos und letztlich unbefriedigt.

Was bleibt, ist Reue ohne Genuß statt Genuß ohne Reue.

Die wenigsten wagen bisher, darüber zu sprechen. Den Betroffenen ist es peinlich, von Außenstehenden ernten sie meist nur Spott.

Die Angehörigen sind oft ratlos, wenn sich die Probleme häufen. Erst verändern sich die sozialen Beziehungen in Partnerschaft und Familie, dann gibt es finanzielle und gesundheitliche Einbrüche, schließlich Konflikte mit dem Gesetz.

Was tun, wenn man herausfindet, daß der Partner oder das heranwachsende Kind häufig Pornobilder aus dem Internet herunterlädt, lange mit 0190er-Nummern telefoniert oder regelmäßig ins Bordell geht?

Ist das schon süchtig oder noch normal?

Wo verläuft die Grenze? Wie verhält man sich als Partner oder Freund?

Der Autor, der seit Jahren als Psychotherapeut mit Sexsüchtigen arbeitet, schildert anhand von Fallgeschichten Formen, Probleme und Auswirkungen der Sexsucht und zeigt Wege auf, wie man ihr entkommen kann.

 

Aus: Kornelius Roth „Sexsucht.Krankheit und Trauma im Verborgenen (Ch. Links Verlag, 3. Auflage, 2010, Klappentext)